Diversität als Ressourcen des Systems

Heute ist Weltfrauentag und auch ich komme ins Nachdenken über Diversität. Aus Coach Sicht betrachte ich Teams als System. Wenn es ein Problem zu lösen gilt, schauen wir immer zuerst auf die Ressourcen, die das Team bereits mitbringt. Ressourcen, die ihnen geholfen haben in vergangenen Situationen, den Werkzeugkasten jedes einzelnen Teammitgliedes.

Diversität ist für mich also kein Gedanke einer idealisierten Welt, sondern vor allem die Erweiterung der Ressourcen eines Teams. Aus der Erfahrung in Tech Teams, hatte ich das Glück in gemischten Teams zu arbeiten. Und gerade dort, wo Entwickler und Entwicklerinnen zusammen kamen, hat die Diversität der Sichtweisen und Skills ein besseres Gleichgewicht geschaffen als in reinen männlichen Entwicklerteams.

Persönlich zieht es mich immer magnetisch zu Kulturen, die ich noch nicht kenne. Ich will so tief eintauchen, dass sie ein Stück von mir werden - nicht nur Urlaub, sondern als integrierter Teil meiner Persönlichkeit. Ich hab mich oft gefragt wieso. In der Rückschau hab ich immer verstanden, dass sie meinen Werkzeugkasten, meine Ressourcen für mein Energiemanagement erweitert haben. Die Nährstoffe vom guten Olivenöl und sonnengereiften Tomaten, die Zugehörigkeit in Großfamilien als stabile Basis, das Lachen, die Umarmungen, die Freude als Ausgleich zu einem leistungsstarken Alltag, die Geschwindigkeit der Straßen von New York als Antriebsmotor.

Diversität ist für mich also keine Frage von “ach das wär doch mal schön”. Sondern systemisch betrachtet immer ein Produktivitätsfaktor für Wachstum. Anpassbarkeit und Flexibilität in schnellen und stürmischen Zeiten sind essentiell. Nicht an Diversität zu glauben, muss man sich leisten können. Sich nur mit dem Gleichen zu umgeben der Vorwand in seiner Comfort Zone zu verweilen statt sich Wachstum zu stellen.

Zurück
Zurück

Im Leben einer People Pleaserin